Furcht vor der Erderwärmung?

Laut heutiger Südwestpresse fürchten sich angeblich 71% der Deutschen vor einer Erderwärmung.

Das sind die Temperaturen von fast 300 Jahren:  2014 war nicht das wärmste Jahr in Berlin, trotz einer wärmenden Stadtvergrößerung seit 1756. Der Deutsche Wetterdienst beginnt seine Aufzeichnungen erst ab 1881. Das lag mitten in einer Temperaturdelle, die etwa von 1880 bis kurz nach 1900 andauerte. Dieses Kälteloch ist auf den Grafiken von Berlin, aber auch beim DWD erkennbar. (DWD ist der Schnitt von 2000 Wetterstationen) Man sieht: Wir haben jetzt erst wieder das Niveau um 1756 und davor erreicht.

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1) Würde der DWD seine Grafiken auch 1756 beginnen lassen, dann wären wir momentan wieder dort angekommen, wo wir gestartet sind zu Mozarts-Zeiten.

2) Erst ab 1985 wurden die Temperaturen dann plötzlich durch einen Temperatursprung wärmer, das ist in beiden Grafiken sichtbar.

Als Klimawissenschaftler fragt man sich:

1) Was hat zu diesem Temperatursprung ab 1985 in Deutschland geführt?

2) Wird das jetzige höhere Niveau anhalten oder werden die Temperaturen wieder sinken?

Anmerkung: Beide Grafiken sind nicht wärmeinselbereinigt. Beide Standorte haben sich durch menschliche Eingriffe wesentlich wärmend verändert. Der Anstieg ab 1985 wäre viel moderater ausgefallen, wenn Berlin bzw. Deutschland so geblieben wäre wie 1985. Aber die Bebauung und Betonierung Deutschland hält weiter an. Fast 100 ha werden täglich wärmend überbaut und gehen der kühlenden Natur verloren. Das wirkt auf alle Fälle einer beginnenden Abkükhlung entgegen, deshalb haben wir seit 20 jahren immer noch einen Gleichstand auf einem hohen Niveau. Ländliche Stationen zeigen bereits die beginnende Abkühlung.

Quelle: E-Mail von Josef Kowatsch (siehe auch https://www.wahrheiten.org/blog/author/josef-kowatsch/ )